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Alles über die Hörspiele


Teile des Textes und Inhaltes dieser Seite waren ursprünglich auf dem Homepageprojekt pumuckl-im-radio.de zu finden. Diese Webseite wurde leider Anfang 2010 geschlossen. Netter Weise hat uns aber der Autor, Florian Mattes [fm], seine Inhalte zur Verfügung gestellt, so dass sie auch weiterhin im Netz auffindbar sind.


Pumuckls Entstehung
  1. Radiofolgen mit Franz Fröhlich (1962-1964)
    Immer dieser Fizzibitz (WDR, 1963-1966)
      2. Radiofolgen mit Alfred Pongratz (1965-1973)
        LP-Versionen (1969-1978)
          MC-Versionen mit Gustl Bayrhammer (1982 - ca.1986)

Info-Quellen und Links:
  • Private Emails, Gespräche und Recherchen
  • Autobiographie: Ellis Kaut, "Nur ich sag ich zu mir - Mein Leben mit und ohne Pumuckl", LangenMüller, 2009
  • Buch: Gustl Bayrhammer - Das Herz gehört dazu. Sein Leben aufgezeichnet von Manfred Glück. Ullstein, 1994
  • Artikel: Wo der Meister Eder wirklich werkelte, TZ, 2004
  • Presseberichte des BR zum TV-Serienstart 1982 und 1988
  • Hörspielcover
  • SZ-Interview mit Ellis Kaut zum Tod von Hans Clarin
  • Radioprogramm, Süddeutsche Zeitung, 1962
  • Konkordanz - Ein tabellarischer Vergleich der verschiedenen Hörspiel-Veröffentlichungsreihen von Meister Eder und sein Pumuckl, einschließlich Coverabbildungen.
  • Die Hörspielhelden - Die ultimative Webseite über Hörspiele und was sie zum Kult macht.
  • Programmvorschau-Dokumente des BR zur Wiederholung von Pumucklfolgen im "Radiosommer" 2005-2010
 Pumuckls Entstehung, Geschichte und Geschichten vor


1961 war der Bayerische Rundfunk für sein Kinderradioprogramm auf der Suche nach einem neuen Hörspiel. Die Redakteurin Frau Franck kam damit auch auf Ellis Kaut zu, die bis dahin über hundert Hörspielepisoden mit dem Kater Musch für den BR geschrieben hatte. Ellis Kaut fiel auf der Suche nach einer Idee als erstes der Name Pumuckl ein, mit dem ihr Mann sie im vorigen Winterurlaub betitelt hatte, als sie ihm neckisch Schnee von einem Ast in den Kragen fallen ließ. Schnell wurde aus dem Namen ein Kobold, der bei einem Schreiner lebte. Für das Ambiente der Schreinerei stand Adolf Nadler Pate, der bis in die 1960er Jahre eine Schreinerei in der Kanalstraße betrieb, dort wo heute der Altstadtring in München verläuft. Diesen kannte Ellis Kaut bereits seid ihrer Kindheit und ließ später auch das ein oder andere Möbelstück bei ihm fertigen. Der Name Eder kam wohl bei Überlegungen innerhalb der BR-Kinderredaktion auf, da er weder zu häufig noch zu ungewöhnlich war und auch bis dato mit nichts in Verbindung gebracht wurde.
Nachdem Rahmen und der erste Plot feststanden war die wichtigste Frage, wie so ein Kobold klingt, und wer das sprechen könnte. Daraufhin wurde im Tonarchiv des BR gekramt und probegehört. Als man dabei über eine Aufnahme stolperte in der Hans Clarin Die kleine Hexe von Ottfried Preußer sprach, war die Suche an ihrem Ziel angekommen. Der bayerische Schauspieler Franz Fröhlich übernahm die Rolle des Meister Eder. Ellis Kaut bescheinigte ihm viele Jahrzehnte später in einem Interview einmal eine massive bayerische Handwerkersprache und sagt auch, dass sie ihm den Eder teilweise tatsächlich auf den Leib geschrieben hätte.
Radiopremiere war dann am Mittwoch den 21.02.1962, 15:45h im ersten Programm des Bayerischen Rundfunks. Weitere Folgen kamen dann immer im Abstand von 4 Wochen, die zweite also am 21. März, usw.

Die Hörspielreihe fand auch Anklang beim WDR, war der dortigen Redaktion verständlicher Weise aber zu bayerisch, so dass man sich entschloss, eine eigene Version zu produzieren. Über das resultierende Hörspiel Immer dieser Fizzibitz (1963-1966) berichten wir auf einer eigenen Seite.
 Die erste Radio-"Staffel" (1962-1964) vor


Wieviele und welche Folgen im Detail mit Franz Fröhlich aufgenommen wurden, kann heute leider nicht mehr nachvollzogen werden. Bei einer Aufräumaktion hatte vor vielen Jahren ein übermütiger neuer Redakteur oder Archivar des BR eine alte Kiste mit der Aufschrift Kinderprogramm unbesehen entsorgt, die leider die ursprüngliche Pumuckl-Reihe enthielt. Im Schallarchiv des Bayerischen Rundfunks existieren zur Zeit nur noch drei einzelne Folgen: Spuk in der Werkstatt, erstmals gesendet 21. Februar 1962, Pumuckl und der Schmutz, (wahrscheinlich Februar 1963), und Pumuckl und die Gummi-Ente, Mai 1964.

Desweitern gab es die Folgen Die geheimnisvolle Schiffschaukel und Der Wellensittich, die gefunden werden konnten aber nicht mehr beim BR existieren. Letztere enthält einen Hinweis auf das renovierte Badezimmer des Meister Eder, es kann also getrost behauptet werden, dass es auch Das neue Badezimmer bereits damals schon gab. Erstaunlich scheint, dass diese drei Folgen für die ersten LP-Veröffentlichungen nicht neu aufgenommen wurden, erzählen sie doch die Anfänge des Kobolds beim Schreinermeister. Erst für die späteren Veröffentlichungen mit Gustl Bayrhammer wurden diese Folgen wieder herangezogen.

Da der Westdeutsche Rundfunk 1962 für seine Serie Immer dieser Fizzibitz eine Auswahl der Geschichten des BR adaptierte, kann man ggf. unterstellen, dass alle Folgen, die vor dem Tod Franz Fröhlichs 1964 für den WDR aufgenommen wurden, bereits in dieser ersten Staffel existierten. Andererseits sagt Ellis Kaut, dass beide Serien ziemlich unabhängig voneinander entstanden sind und so einzelne Fizzibitz-Geschichten teils auch viel später erst als Pumuckl-Geschichte aufgenommen wurden, wie z.B. Pumuckl geht auf's Meer zurück.

Ein weiteres Indiz gibt es für die Existenz der Folge Meister Eder bekommt Besuch: In Die erwachsene Bärbel (1973) berichtet der Erzähler, dass die inzwischen 16-jährige Bärbel sechs Jahre alt war, als ihr Meister Eder zum ersten Mal vom Pumuckl erzählt hatte. Es sind also zehn Jahre erzählte Zeit vergangen, und da laut Das Spielzeugauto (1972) der Kobold exakt zehn Jahre beim Meister Eder lebt - somit also seit 1962 - scheint auch Bärbels erster Besuch schon 1963 in der 1. Staffel stattgefunden zu haben.

Da sich in Die Bank vor der Werkstatt (1968) eine Anspielung auf Pumuckl auf dem Lande findet, diese Folge aber erst 1970 mit Alfred Pongratz aufgenommen wurde, scheinen auch die beiden Urlaubsfolgen schon in der 1. Staffel produziert worden zu sein.

Da die Geschichte Pumuckl ärgert den sangesfreudigen Schlosser als eigene Fizzibitz-Geschichte erschien, und auch weder im Buch (1965), noch in der Pongratz-LP-Fassung (ca. 1969) ein Teil der ersten Geschichte Spuk in der Werkstatt war (wie dann später in der Fernsehserie und der zugehörigen Hörspielreihe mit Bayrhammer), muss vermutet werden, dass es diese auch in der ursprünglichen Radio-Reihe mit Franz Fröhlich als eigene Geschichte gab.

Etwas rätselhaft erscheint, dass der WDR 1965 die Folge Fizzibitz geht auf's Meer zurück produzierte. Ellis Kaut gibt an, dass die Serie mit Franz Fröhlich damals ohne Ende geplant worden sei und sie eine Folge wie Pumuckl geht auf's Meer zurück nur als möglichen Ausblick geschrieben habe, ohne dass es konkrete Sendepläne gegeben hätte. Die erste Staffel scheint also durch den Tod Franz Fröhlichs ein plötzliches Ende gefunden zu haben und sollte nicht mit dieser Folge abgeschlossen werden.

Stellt man sämtliche auf LP bzw. MC veröffentlichte Episoden der beiden Auflagen den Folgen der 2. Radio-Staffel mit Alfred Pongratz und den Fizzibitz-Hörspiele gegenüber und unterstellt man, dass für die Veröffentlichungen keine neuen Folgen geschrieben wurden, so lassen sich für die 1. Radio-Staffel zahlreiche potentielle Folgen ermitteln.
Insgesamt scheint es tatsächlich mindestens 29 Folgen mit Franz Fröhlich gegeben zu haben, da die Folge Pumuckl und die Gummi-Ente im Schallarchiv des BR den Aktenzusatz Folge 29 enthält. Genauere Aussagen über die Gesamtzahl können zur Zeit nicht getroffen werden, da manche Folgen für beide Radio-Staffeln aufgenommen wurden.

Text by [fm], in Teilen ergänzt.


Mitwirkende erste Radiostaffel

Meister EderFranz Fröhlich
PumucklHans Clarin
ErzählerAugust Riehl
RegieJan Alverdes
 Die zweite Radio-"Staffel" (1965-1973) vor


Nachdem Franz Fröhlich im Juli 1964 gestorben war, wurden ab Mai 1965 mit Alfred Pongratz insgesamt 74 Folgen für den Bayerischen Rundfunk aufgenommen. Sie sind nicht identisch mit den ab 1969 auf LP/MC erschienenen Hörspielen; in diesen sprach zwar auch Alfred Pongratz den Meister Eder, jedoch wurden die Folgen gekürzt, überarbeitet und mit anderen Nebendarstellern besetzt. Während auf den LPs/MCs weitgehend hochdeutsch gesprochen wird, herrscht in den Hörspielen des BR ein uriges Münchener Bairisch vor (Ausnahme natürlich: der Pumuckl).

In den Jahren 1970/71 wurden zahlreiche Folgen, die früher bereits mit Franz Fröhlich aufgenommen worden waren, nochmals in einer Radioversion mit Pongratz produziert, so z.B. Meister Eder bekommt Besuch und die beiden Urlaubsfolgen.

Einzelne Hörspiele dieser 2. Staffel werden auch noch heute gelegentlich im Bayerischen Rundfunk wiederholt.

Ein kurioses Detail: Obwohl in dieser Staffel 74 Folgen produziert wurden, finden sich im Schallarchiv des Bayerischen Rundfunks zur Zeit 76 Hörspiele! Beim BR glaubte man die Folgen Spuk in der Werkstatt und Pumuckl soll Ordnung lernen verloren. Ein Fan sandte daraufhin Kopien der LP-Hörspiele ein, die im Jahr 2003 als "die ersten Folgen" gesendet wurden. Rein rechnerisch dürfte es die beiden Folgen im Rahmen dieser 2. Radio-Staffel aber nie gegeben haben.

Die in unserer Geschichtenübersicht aufgeführten Radio-Episoden wurden alle in der 2. Staffel aufgenommen. Die Liste der Folgen erhielt pumuckl-im-radio.de vom BR zugeschickt und sie ist identisch mit einer Liste, die im Werksverzeichnis auf Ellis Kauts Homepage fälschlich als LP-Hörspielreihe mit Alfred Pongratz ausgewiesen ist. Merkwürdig erscheint jedoch, dass die Weihnachtsfolge Das Schmuckkästchen nicht in der ursprünglichen Liste aufgeführt war, dafür die Briefmarken jedoch doppelt. Die Folgen Die Weihnachtsüberraschung und Das Ostergeschenk wurden später nicht veröffentlicht und existieren daher nur im Archiv des BR.

Die Reihenfolge unserer Übersicht entspricht nicht notwendigerweise der ursprünglichen Sendereihenfolge, da uns diese nicht bekannt ist und auch vom BR nur mit unnötig hohem Aufwand rekonstruiert werden kann. Berücksichtigt werden jedoch Verweise auf andere Episoden (z. B. erinnert sich der Pumuckl in Der Krach und seine Folgen an Das Spanferkelessen und an den 1. April).

[Text by fm]


Die ein oder andere Pumucklgeschichte wurde übrigens nicht nur mit pädagogischem Inhalt versehen, sondern sogar um eine solche Thematik herum entworfen. Ellis Kaut erzählt z.B., dass die zuständige BR-Redakteurin, Candida Franck, etwas verloren hatte und leider nicht wieder bekam. Daraufhin schrieb Ellis Kaut die Geschichte Pumuckl und der Finderlohn um den Kindern zu zeigen, dass es richtig ist und daher auch belohnt wird, wenn man Fundstücke zurück gibt.
Die Radiofolgen unterschieden sich neben ihrem viel intensiveren Bayerisch von den folgenden Neuaufnahmen für die LP-Veröffentlichung teilweise auch dadurch, dass sogar aktuelles Zeitgeschehen in den Geschichten verarbeitet wurde. Auch gab es in den Radioversionen deutlich mehr Bezüge der einzelnen Geschichten untereinander. Für eine leichtere Austauschbarkeit der Reihenfolge wurden viele davon in den veröffentlichten Versionen eingespart.

Ganz zum Ende kam es noch zu einer Änderung im Produktionsteam der Radiohörspiele. Der eigentlich noch sehr junge Regisseur Jan Alverdes starb 1971/72. Daher übernahm für die letzten 8 bis 10 Folgen Willy Purucker die Regie - in Abweichung zur Regie bei den Schallplattenaufnahmen, wo der fehlende Jan Alverdes durch Alexander Malachovsky ersetzt wurde. Als letzte Folge wurde am 25.12.1973 dann Pumuckl geht aufs Meer zurück gesendet. Es sollte eigentlich eine fröhliche Geschichte sein, schreibt Ellis Kaut in ihrer Autobiografie. Trotzdem war die Hörerschaft entsetzt und viele Kinder riefen beim BR an und machten ihrem Ärger über die Trennung von Pumuckl und Eder Luft, bis hin zu Ausrufen wie "Pumuckl-Mörder!". Diese Geschichte wurde später überarbeitet und als Folge Pumuckl und der blaue Klabauter endet sie damit, dass Pumuckl doch wieder mit Eder vom Urlaub zurückkehrt.


Studio
v.l.n.r.: Karl-Maria Schley (vermutet), Alfred Pongratz, Dame unbekannt, Hans Clarin, Jan Alverdes, unbekannter Tontechniker. Foto: BR, Quelle: Pumuckl making of ~1982.

Mitwirkende zweite Radiostaffel

Meister EderAlfred Pongratz
PumucklHans Clarin
ErzählerAugust Riehl
Regie
Jan Alverdes(1965-1972)
Willy Purucker(1972-1973)
 Die LP-Version (1969-1978) vor


Als LP-Aufnahmen bezeichnen wir der Einfachheit halber die ab 1969 bis 1978 auf Tonträger veröffentlichte Version der Pumucklgeschichten. Es gab sie natürlich auch auf MC zu kaufen, anfangs waren LPs aber noch üblicher.
Diese Version unterscheidet sich vollständig von der ursprünglichen Fassung der Radiohörspiele. Selbst die Auswahl und Reihenfolge der Geschichten bei der Veröffentlichung auf LP ist unabhängig von der Auswahl der Radiofolgen, die mit Alfred Pongratz entstanden sind. Das geht so weit, dass z.B. die Geschichte Das Missverständnis bereits 1970 auf LP erschien, nach aktuellem Kenntnisstand aber erst 1972 unter dem Titel Der Kater mit Alfred Pongratz im Radio zu hören war. Möglicherweise war sie zwischen 1962 und 1964 bereits mit Franz Fröhlich als Radiohörspiel aufgenommen worden. Die Aufnahmen für die Veröffentlichung sind deutlich unbayerischer als die Radioversionen, Pongratz ein noch sanfterer, fast resignierter Eder. Die Nebenrollen wurden für die LPs neu und vor allem mit mehr unterschiedlichen Sprechern besetzt, die Folgen teilweise etwas gekürzt.

Im Laufe der 9 Jahre in denen die LPs entstanden gab es auch bei den Hauptakteuren drei Änderungen: Etwa Ende 1971 / Anfang 72 starb Regisseur Jan Alverdes, mit Anfang/Mitte Dreißig noch sehr jung, soweit bekannt an einer Lebererkrankung. Daraufhin übernahm der Schauspieler Alexander Malachovsky, der bis dahin schon in zahlreichen Nebenrollen zu hören gewesen war, die Regie für die Schallplattenaufnahmen.
Als Alfred Pongratz im November 1977 einem Herzinfarkt erlag waren bis dahin 66 Hörspiele für die Veröffentlichung aufgenommen worden. Angeblich noch bei dessen Beerdigung trat man an Gustl Bayrhammer heran und fragte ihn, ob er die Rolle des Eder fortan übernehmen würde. Er soll geantwortet haben: "Jetzt lasst uns diesen Menschen doch erst einmal begraben!"
Aber schließlich übernahm er die Rolle, und mit ihm wurde die Reihe 1978 beendet. Warum für diese 12 letzten Folgen der LP-Veröffentlichung dazu auch ein anderer Erzähler herangezogen wurde (August Riehl wurde durch Harald Leipnitz ersetzt), ist unbekannt. Insgesamt entstanden jedenfalls 78 Geschichten, die es auf 39 LP und MC zu kaufen gab, bis sich die Pläne für die Fernsehserie entwickelten.

Die Cover der LPs (und MCs) dieser Reihe wurden mit den Pumucklzeichnungen von Barbara von Johnson gestaltet. Wobei es sich bei den Covern der LPs 31 bis 36 (1977/78) nicht um Originalentwürfe von ihr handelt, sondern um Neumontagen alter Zeichnungen bzw. sogar um Plagiate.

Bezüglich der genauen Anzahl der Hörspiele bleibt eine kleine Unstimmigkeit/Unsicherheit. Der BR gibt in seinem Pressebericht zur Fernsehserie an, dass bis 1981 insgesamt 46 Langspielplatten, also 92 Geschichten erschienen sind mit einer Auflage von bis dahin über 3 Millionen Exemplaren. Wir gehen vorläufig davon aus, dass es sich um Sondererscheinungen handelt, event. in variierter Zusammenstellung, die auch nochmal innerhalb der regulären Reihe auftauchen. Mehr als die 78 Geschichten wurden erst bei den Neuaufnahmen mit Gustl Bayrhammer ab 1982 für die Veröffentlichung eingesprochen; aber auch hier blieb es mit 86 unter besagten 92.


Mitwirkende LP-Aufnahmen

Meister Eder
Alfred Pongratz (Folgen 1-66)
Gustl Bayrhammer (Folgen 67-78)
PumucklHans Clarin
Erzähler
August Riehl (Folgen 1-66)
Harald Leipnitz (Folgen 67-78)
Regie
Jan Alverdes (Folgen 1-18)
Alexander Malachovsky (Folgen 19-78)
Tonmeister/-technikGünther Hess, E. Klimpt, G. Koch
TextEllis Kaut
CoverzeichnungenBarbara von Johnson
 Die MC-Version mit Gustl Bayrhammer (1982 - ca.1986) vor


Mit der Fernsehserie folgte ab 1982 auch eine Neuauflage und -aufnahme der Pumucklgeschichten mit Gustl Bayrhammer als Meister Eder und wieder August Riehl als Erzähler, die allesamt bei EMI bzw. Imperial erschienen sind. Da diese Neuauflage hauptsächlich auf Musikkassette verkauft wurde, bezeichnen wir sie auf unseren Webseiten als die MC-Version mit einem entsprechenden Icon. Gustl Bayrhammer sprach in diesen Versionen weitestgehend den gleichen Text wie einst Alfred Pongratz auf der LP-Version. Wahrscheinlich wurden andere Rollen zum Teil garnicht neu eingesprochen sondern nur neu geschnitten, aber das muss noch im Detail überprüft werden. Die 12 Aufnahmen mit Harald Leibnitz (in denen Gustl Bayrhammer ja bereits 1978 den Eder gesprochen hatte) sind jedenfalls identisch übernommen worden, bis auf den Erzählerpart, der von August Riehl neu eingesprochen wurde.

Erstmals bekamen die Pumucklgeschichten als Hörspiel nun auch eine Titelmusik als Intro - das heute bekannte Lied, das für den Film und die Fernsehserie geschrieben wurde. So erschienen ab dem Start der Fernsehserie 1982 bis etwa 1986 in einheitlicher Besetzung auf 43 Hörspielkassetten insgesamt 86 Pumucklgeschichten. Damit wurde es die vollständigste Reihe die produziert wurde. Es fehlen lediglich die beiden Geschichten Das Ostergeschenk und Die Weihnachtsüberraschung aus der Pongratz-Radioreihe. Außerdem fehlt Pumuckl ärgert den sangesfreudigen Schlosser. Wobei unklar ist, ob diese jemals als eigenständiges Pumuckl-Hörspiel aufgenommen worden ist. In der Fernsehserie und dieser zugehörigen Hörspielreihe mit Bayrhammer ist sie der zweite Teil der allerersten Folge Spuk in der Werkstatt. In den Büchern und den Pongratz-LPs fehlt sie komplett. Es gibt jedoch die Vermutung, dass diese Geschichte mit Franz Fröhlich ursprünglich doch auch separat existiert haben könnte. In der Fizzibitz-Reihe existiert sie als eigene Geschichte und gerüchteweise in einzelnen nacherzählten Pumucklbüchern ebenso.

Die 86 Folgen wurden im Rekordtempo produziert. In der Bayrhammer-Biografie erzählt Hans Clarin, dass sie ohne zu proben einfach ihren Text gesprochen haben. Versprecher wurden nicht in erneuter Aufnahme korrigiert sondern übernommen und teilweise sogar in das Gespräch mit aufgenommen und fortgeführt. Das sorgte letztlich für die lockere und natürliche Wirkung dieser Pumuckl-Version. Hans Clarin und Gustl Bayrhammer harmonierten dabei perfekt und lebten ihre Rollen vor dem Mikrofon einfach aus. Besonders dass Clarin aus seinen Versprechern teilweise kurze Reime machte, die damit aus dem üblichen Pumuckl-Gedichte-Niveau herausfallen, behagt Ellis Kaut an dieser Version jedoch nicht so sehr. Auch bei der Synchronisation der Fernsehserie kam es zu reichlich Improvisation von Clarin und Bayrhammer.

Als Titelbilder der Hörspielreihe wurden Standbilder aus der Fernsehserie verwendet, auch für die MCs auf denen nur nicht-verfilmte Geschichten enthalten sind.
Seit 1998 gibt es wieder eine Neuauflage der Hörspielreihe. Die Neuaufnahmen mit August Riehl und Gustl Bayrhammer werden dabei unverändert als CD unter dem Universal-Label Karussell herausgegeben. Die Reihenfolge ist natürlich wieder eine andere. Allerdings finden sich die Folgen, die vorher jeweils auf der A und B Seite einer MC waren, wieder zusammen auf einer CD wie vorher hintereinander. Auch hier bleibt es bei insgesamt 86 Geschichten. Die Cover wurden mit neuen Pumucklzeichnungen von Brian Bagnall gestaltet, die jedoch nicht in allen Fällen etwas mit den Geschichten auf der jeweiligen CD zu tun haben, wenn sie oft auch thematisch daran angelehnt sind.

Eine Tabelle über die Geschichtenreihenfolge in den verschiedenen Hörspielausgaben findet sich auf der Seite alle.html durch Anwählen des jeweiligen Icons in der Tabellenkopfzeile (Musikkassette, Schallplatte, CD).



Mitwirkende MC-Aufnahmen

Meister EderGustl Bayrhammer
PumucklHans Clarin
ErzählerAugust Riehl
RegieAlexander Malachovsky
AssistentReiner Kositz
Titelsong, Musik und TextFritz Muschler
J. Horn
Howard Carpendale
Ulrich König
Titelsong - ArrangementFritz Muschler
CoverFilmszenen / Brian Bagnall


Copyright- und Urheberrechtshinweis: mehr Details im vorImpressum
Dies ist eine private Pumuckl-Fan-Homepage. Pumuckl von Ellis Kaut, Lizenz bei Buchagentur GmbH & Co. KG vertreten durch MerchandisingMedia. Originalentwurf Pumucklfigur von Barbara von Johnson, Darstellungen von Bela Ternovszky, Brian Bagnall, Barbara von Johnson. Pumuckl ist ein Hörspiel des BR, eine Fernsehserie des BR und INFAFILM. Buchrechte bei Lentz Verlag, München, vertreten durch Kosmos Verlag, Stuttgart. Fizzibitz von Ellis Kaut ist ein Hörspiel des WDR.
Mail an die Autoren optimiert für Firefox unter OS/2 Warp www.pumucklhomepage.de - 05.07.2010