rück113. Pumuckls neues Heim Geschichten verfilmt Kinofilm: Meister Eder und sein Pumucklvor


Kinofilm: Pumuckl und sein Zirkusabenteuer

Kinostart: 16. Oktober 2003

Inhalt
Schauspieler, Sprecher
Zitate, Gedichte, Sprüche
Infos (über Pumuckl) aus der Geschichte
Über diese Geschichte, unser Kommentar
Pumuckl und Ferdinand Eder

 Inhalt keine Buchgeschichte vor kein Hörspiel  



Pumuckl findet die verlassene Werkstatt seines alten Schreinermeister Eder in München. Er folgt dessen Erben, dem Restaurator Ferdinand Eder in der Hoffnung auf ein neues Zuhause. Dort wird er von einem Magierehepaar aus dem Zirkus entdeckt und entführt. Bis Eder beschließt, den Kobold doch behalten zu wollen und ihn suchen geht, stellt Pumuckl das Zirkusleben auf den Kopf...

Pumuckl in Muenchen Pumuckl, zurück von seinen Abenteuern auf See, streift durch die Straßen und Hinterhöfe Münchens, auf der Suche nach seinem alten Meister Eder und seiner Werkstatt. In einer Konditorei trifft er auf Frau Eichinger (ehemals Eders Putzfrau) und folgt ihr durch die Gewitternacht nach Hause. Sie wohnt als Hausmeisterin in einer Erdgeschoßwohnung am Eingang zum Hof, in dem Pumuckl tatsächlich Eders Werkstatt entdeckt. Aber die Werkstatt ist verlassen, das Fenster kaputt, so dass der kleine Kobold trotzdem hineingelangen kann. Seine Schaukel ist noch da, und traurig legt er sich in die Überreste seines alten Bettes zum Schlafen, in der Hoffnung, dass am nächsten Morgen Eder wieder da ist und alles wird wie früher.
Wer jedoch am nächsten Morgen kommt ist Ferdinand Eder, ein Cousin von Pumuckls altem Meister Eder, und seines Zeichens Restaurator. Er hat die Hinterlassenschaft seines Vetters geerbt und schaut, was er aus der Werkstatt noch brauchen kann, bevor das Haus abgerissen werden soll. Zusammen mit Frau Eichinger lädt er Werkzeug u.Ä. auf seinen Anhänger und sie erzählt ihm dabei auch von Franz Eders Pumucklgeschichten. Pumuckl beschließt mit dem neuen Eder mitzugehen und schleppt die Überreste seines Bettes in den Hof, so dass Frau Eichinger darüberstolpert und den Restaurator überredet, Bett und Schaukel als Andenken mitzunehmen.
Bei seiner eigenen Werkstatt angekommen schenkt Ferdinand die Schiffsschaukel einem Nachbarsjungen für dessen Meerschweinchen. Sozusagen als Zirkusnummer, denn Markus ist ganz begeistert dabei seinen kleinen Hund ("Schnitzel" genannt) zu dressieren. Das gefällt dem Kobold natürlich überhaupt nicht. Er zwickt den Jungen auch gleich und wirft die Einkäufe von dessen Mutter, die dazu kommt, durcheinander.
Pumuckl und Eder In Eders Werkstatt spukt er munter weiter und isst Ferdinands Kuchenstück auf. Als Pumuckl dann den Leimtopf entdeckt geschieht das Unglaubliche: Er beschließt, dass er für Ferdinand Eder sichtbar sein möchte, damit dieser an ihn glaubt und keine Angst vor seinem "Gespuke" haben muss. So fasst Pumuckl absichtlich in den Kleber, bleibt hängen und wird für einen völlig fassungslosen Ferdinand sichtbar. Der Restaurator ist nicht sonderlich begeistert darüber, dass er von seinem Cousin einen Kobold geerbt haben soll und möchte Pumuckl eigentlich viel lieber wieder los werden. Das ist aufgrund der Koboldsgesetze natürlich unmöglich, wie Pumuckl ihm zu erklären versucht. Eder öffnet die Tür um Pumuckl hinaus zu bitten. Davor steht Frau Straub (Markus' Mutter) und lädt ihren offensichtlich etwas mitgenommenen Nachbarn erstmal zum Kaffee ein. Ferdinand erzählt ihr vom Pumuckl. Zur Bestätigung der Geschichte wirft Pumuckl den Marmeladentopf vom Tisch, tappt durch dessen Überreste am Boden und produziert eine unmissverständliche Marmeladenkoboldfußspur quer durch die Küche zum Balkon hinaus.
Frau Straub muss zur Arbeit, sie verkauft im Zirkus Barelli Süßigkeiten und beschließt, dort das Magierehepaar "Die Magiaros" um Rat zu fragen. Im Hof unterhält sich Eder wieder mit dem Kobold, der sichtbar durch die Pfützen des vorabendlichen Gewitters hüpft. Erste Koboldsnieser kündigen einen leichten Schnupfen durch das Herumplanschen an. Also wird Pumuckl vor dem Ofen eingewickelt und Eder repariert das kleine Bett.
Die Magiarios, zwei etwas skurile Vögel, sind auf der Suche nach einer neuen Nummer. Als Frau Straub ihnen Geschichten von einem heruntergefallenen Marmeladentopf auftischen will, zieht Herr Magiaro sie auf und veralbert sie mit Taschenspielertricks. Frau Magiaro dämmert, das dass, falls an der Koboldstheorie was dran sein sollte, die Sensation sein könnte nach der sie ihr Leben lang suchen.
Pumuckl mit Schal Am kommenden Morgen muss Pumuckl nach wie vor niesen und bekommt statt der gewünschten Schokolade von Eder einen roten Schal verpasst. Markus gießt Leimpfützen in den Hof, weil er nach Eders gestrigen Erzählungen hofft, den Kobold so auch zu Gesicht zu bekommen. Mit einer antiquarischen Zaubertrickkiste, deren mögliche Restauration ihr als Vorwand dient, kommt Frau Magiaro in Eders Werkstatt. Als Ferdinand sich auf die Suche nach seinem klingelnden Telefon begibt, entdeckt Frau Magiaro das Pumucklbett. Mit der Zauberkiste fängt die Magierin die rote Schleife ein, die aus dem Bett springt und entführt den Kobold. Auf dem Weg zu ihrem Auto läuft sie natürlich in eine von Markus' Leimfallen. Ferdinand glaubt, dass Pumuckl ihm die Kundschaft vergrault habe, weil nach seinem Telefonat niemand mehr da ist.
In ihrem Wohnwagen öffnet Frau Magiaro die Kiste mit dem gefangenen Kobold. Rat- aber auch relativ komentarlos beobachtet ihr Mann, wie eine rote Schleife aufgebracht heraushüpft und durch die Wohnwagentüre entkommt, die Frau Straub zur Empörung von Frau Magiaro gerade in diesem Moment öffnen muss. Die will lediglich wissen, ob dem großen Magier schon etwas zu ihrem Marmeladentopfproblem eingefallen sei. Zu dritt stolpern sie dem davongallopierenden Pumuckl hinterher, verlieren ihn aber als er das Halstuch abnimmt.
Pumuckl ärgert ein wenig das Zirkuspersonal und die Artisten bei ihren Proben. Frau Straub ruft etwas begriffsstutzig bei Eder an und erzählt ihm, dass im Zirkus möglicherweise ein weiterer Kobold sei. Dem ist nun klar, dass es die Magierin war, die Pumuckl aus der Werkstatt entführt hat, und kommt vorbei um sich die Lage anzusehen. Während einer gemeinsamen, kurzen, erfolglosen Suche nach dem Kobold erzählt Eder der Frau Magiaro wie Pumuckl sichtbar werden kann.
Als er wieder weg ist macht diese sich erst mit einer Grillzange bewaffnet auf die Suche nach dem Kobold, später dann wieder mit der Zauberkiste. Um einen Ersatz für den Schal zu haben besorgt sich Pumuckl eine Clownsnase als Nasenwärmer. In der Nähe von Frau Magiaro muss die freischwebende Nase niesen. Pumuckl nimmt sie ab und die Magierin "fängt" die Nase mit der Kiste ein. Als sie dann im Wohnwagen die Nase aus der Kiste holt und mit Klebstoff auf dem Tisch festbappt, beginnt Herr Magiaro sich ernsthafte sorgen um den Geisteszustand seiner Frau zu machen...
Eichinger bei Eder Frau Eichinger bringt eine Heiligenfigur zu Eder um sie farblich wieder auffrischen zu lassen. Dabei erfährt sie, dass sich Pumuckl dem Restaurator gezeigt hat, aber nun im Zirkus sei. Sie redet ihm ins Gewissen, dass der Pumuckl ein Zuhause brauche.
Die Zirkusvorstellung am Abend wird ein voller Erfolg, denn Pumuckl mischt kräftig mit. Er peppt die Clownsnummer auf, sorgt dafür, dass die Süßigkeiten verkaufende Frau Straub in die Pferdenummer integriert wird und lässt die Magiaros scheinbar unmögliche Tricks durchführen.
Magiaros, Eder, Henriette und Markus Straub Mit Taschenlampe bewaffnet sucht Markus seine Koboldfallen ab, zu denen er auch eine verklebte Pumucklschiffschaukel in den Hof gestellt hat. Eder stellt ihn zur Rede. Frau Straub kommt nach Hause und findet ihren Sohn beim Restaurator. Sie erzählt von den Ereignissen des Abends im Zirkus. Eder beschließt doch noch einmal mit Mutter und Sohn dorthin zu fahren. Voller Begeisterung über den Erfolg der Pumucklnummer schlagen ihm die Magiaros eine Zusammenarbeit vor mit Teilung von Ruhm und Gewinn. Eder kann schließlich alleine in der Manege nach dem Kobold suchen. Scheinbar völlig frustriert kommt er nach einiger Zeit wieder heraus. Er habe den Kobold nicht gefunden und von der ganzen Geschichte und dem Zirkus die Nase voll und wolle nur wieder nach Hause. Ferdinand und Frau Straub lassen die ratlosen Magiaros zurück und fahren heim.
Wieder allein in der Werkstatt lässt Eder den Pumuckl aus seiner Manteltasche. Der Kobold erzählt, was er alles im Zirkus erlebt hat und schläft schon bald in seinem Bettchen, im neuen Zuhause ein.

 Mitwirkende vor


Schauspieler, Crew
Hans Clarin -   Meister Ferdinand Eder
Kai Taschner (!) -   Stimme Pumuckl (!)
Erni Singerl -   Hausmeisterin
Christine Neubauer -   Henriette Straub
Sunnyi Melles -   Frau Magiaro
Nikolaus Paryla -   Herr Magiaro
Roland Schreglmann -   Markus Straub
Patrick Lindner -   Konditor
Karl-Heinz Wildmoser -   Tierpfleger
Christiane Blumhoff -   Rolle
Carola Oppermann -   Rolle
Vivian Kanner -   Rolle
Ernst Cohen -   Rolle
Michael Jamak -   Rolle
Erich Holzmann -   Rolle
Produktion -   INFAFILM GmbH Manfred Korytowski, in Koproduktion mit dem BAYERISCHEN RUNDFUNK
(gefördert durch die Filmförderungsanstalt und FilmFernsehFonds Bayern)
Produzent -   Tita Korytowski
BR-Redaktion -   Dr. Friederike Euler
Buch -   Ellis Kaut & Ursula Bagnall
Regie -   Peter Weissflog
Kamera -   Harry Bruntz
Ausstattung -   Kuly Sander
ausführender Produzent -   Konstantin Schirk
Animationsregie -   Marek Burda
 Zitate vor


Gedichte
ein gedicht
kommt hier hin

noch'n gedicht
dann hier hin

Spruch der Folge
Eder: Jetzt ist er zum Fenster rausgesprungen.
Frau Straub: Gut dass ich im Erdgeschoss wohne.
nervig:
Eder (auf der Suche nach seinem Telefon): Diese blöden schnurlosen Telefone. Eigentlich müsste man den Hörer mit einer Schnur am Apparat anbinden...
Das auch noch:
Eder: Was Ferdinand sagt
Pumuckl: was Pumuckl sagt
Mehr Zitate folgen, sobald wir eine Filmversion zum Heraushören haben, sprich wenn die DVD oder Videokassette auf den Markt oder der Film ins Fernsehen kommt.
 Weitere Infos aus der Geschichte vor


Kobolde Pumuckl gelangt mit dem von Franz Eder gefertigten Bett zu Ferdinand. Ein weiteres Indiz für die Möglichkeit, dass der Kobold an das Holz dieses Bettes gebunden ist und damit ursprünglich zu Meister Eder kam. Pumucklbett
Existenz Nie zuvor in einer Geschichte hat Pumuckl für Außenstehende so viele offensichtliche Beweise seiner Existenz geliefert ... Marmeladenfußabdrücke für Frau Straub, das fliehende rote Halstuch für Frau Magiaro.
Und nie zuvor haben so viele (nicht-Kinder) geglaubt, dass es ihn gibt. Neben diesen beiden Damen, Frau Eichinger und Ferdinand Eder glaubt am Ende auch Herr Magiaro an die Existenz des Kobolds.
Unsichtbar Erstaunlich bei der Marmeladenspur ist, dass die Marmelade erst sichtbar wird, wenn sie am Boden bleibt - die Marmelade auf Pumuckls Füßen, die durch die Luft schweben müsste, ist unsichtbar.
In diesem Film hat Pumuckl eindeutig ein Spiegelbild. Sowohl als er den Schal anprobiert, als auch beim Springen durch die Pfützen ist er für uns deutlich im Spiegel und im Wasser zu sehen. An anderen Stellen hat er dagegen z.B. keinen Schatten (vgl. Der große Krach)
Sichtbar Dies ist auch der erste Fall, in dem Pumuckl vollkommen freiwillig für einen Menschen sichtbar wird. Er fasst mit dem Vorsatz in den Leimtopf, für Ferdinand Eder sichtbar zu werden, damit dieser keine Angst mehr vor Pumuckls Herumgespuke haben muss, und damit der Kobold bei ihm bleiben kann/muss.
Als kleine Unstimmigkeit zur Geschichte mit dem blauen Klabauter, wird Pumuckl nicht sichtbar, als er von Frau Magiaro in der Zauberkiste eingesperrt wird. Damals wurde er für den Schiffskoch Odessy sichtbar weil er versehentlich in dessen Kühlschrank eingeschlossen wurde.
Pumuckl am Leim
 Unser Kommentar, Vergleich: Hörspiel - Fernsehserie - Buch vor


Drehort Die Dreharbeiten für diesen Film begannen am 14.09.1999 und dauerten bis Ende Oktober. Die folgenden Zeichentrickarbeiten und Synchronisation benötigten ein Vielfaches davon an Zeit.

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Georgenstraße.
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Vergleich fehlt noch.
Das Bild, in dem man Pumuckl über die Münchner Dächer turnen sieht stammt aus der Georgenstraße. Im Vordergrund sieht man Pumuckl auf dem Dachfirst des Hauses von dessen Dachterasse die Aufnahme entstand, im Hintergrund die Kirche St. Joseph.

    Georgenstraße bei vorGoogle-Maps (Der grüne Pfeil zeigt auf den Kamerastandpunkt.)

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Filmkulisse.
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Kiesstraße, März 2004.
Für die Dreharbeiten wurden die Fassade der Werkstatt von Franz Eder nochmal als Kulisse aufgebaut und vor die Fassade einer Werkstatt in München-Giesing gestellt in der Kiesstraße Das ursprüngliche Hinterhaus war bereits Ende der 80er Jahre abgerissen worden. Das Foto rechts zeigt die Autoren von hoerspielhelden.de und pumuckls-abenteuer.de (inzwischen offline) im verwendeten Hof. Wäre nicht rechts die Tür, aus der Erni Singerl als Hausmeisterin kam, würde man die Stelle nicht wiedererkennen.
Als Werkstatt des "neuen" Meister Ferdinand Eder stellte ebenfalls die Handwerkerfamilie Poschenrieder ihre Räume als authentischen Drehort in München-Giesing zur Verfügung.

    Kiesstraße bei vorGoogle-Maps (Der grüne Pfeil zeigt vor den Hof.)

Die Zirkusaufnahmen fanden im Zirkus Spindler-Barelli auf dem Olympiagelände statt. Der Zirkus war extra hierfür angereist und für drei Wochen dort aufgebaut worden.
Noch ein Link zum Presseheft von Movienet Film über Pumuckls Zirkusabenteuer.
Hier gibt es auch das Filmplakat und die Filmtrailer zum ansehen/herunterladen.
Zum ersten mal in der Geschichte von Pumuckl stammt seine Stimme nicht mehr von Hans Clarin. Nach einer überstandenen Krankheit wollte der Schauspieler seine Stimmbänder nicht gleich den Strapazen einer kompletten Pumucklspielfilmsynchronisation aussetzen. Deswegen hat Kai Taschner, in Zusammenarbeit mit dem beratenden Clarin, dem Kobold seine Stimme geliehen.
Auch wenn in der Sendung "Verstehen Sie Spaß ein Ausschnitt aus dem Film gezeigt wurde, in dem wohl Hans Clarin den Pumuckl spricht, gibt es laut Produktionsfirma Infafilm keine komplette Synchronisation des Filmes. Eine solche wird also auch nicht auf der für September angekündigten DVD enthalten sein. (vielen Dank an Jano für die Info!)

Wie sich feststellen lässt, was auch dessen Darsteller Hans Clarin in einem Interview anmerkte, wurde darauf geachtet, dass Ferdinand Eder von allen Personen immer als "Herr Eder" und nicht wie sein Cousin Franz als "Meister Eder" angeredet wird. "Meister Eder" gibt und gab es für die Pumuckl Film- und Fernsehgeschichten nur einen: Gustl Bayrhammer.

+ Insgesamt hat uns der Film sehr gut gefallen. Besonders verglichen mit der zweiten Fernsehserie "Pumuckls Abenteuer" hat er das alte, anheimelnde Ambiente von "Meister Eder und sein Pumuckl" wieder sehr gut getroffen.
Ausreichend viel Handlung und die kleinen Gags und netten Sinnlosigkeiten am Rande lassen keine Langeweile aufkommen.
++ Der Übergang zu einer neuen, altbewährten Konstellation Eder-Pumuckl / Mensch-Kobold ist mit der Story dieses Films in jedem Fall sehr gut gelungen und macht Hoffnung auf weitere Folgen von "Restaurator Ferdinand Eder und sein Pumuckl"!

0 In vielen Punkten trifft Kai Taschner den Pumuckl ziemlich gut. Nahezu authentisch klingt die Stimme leicht gedämpft, als Pumuckl von Eder eingepackt in die Werkstatt getragen wird.
Leider fehlen die leisen Töne und "tieferen" Stimmlagen des ruhigen Pumuckls. So wirkt der Kobold in diesem Film teilweise etwas hyperaktiv und schreit zu viel. Besonders am Anfang als es noch gar kein enthusiastisches Koboldsgetobe gibt, ist das ziemlich störend, wenn nicht nervig.
Man könnte spekulieren, dass das vielleicht der Grund war, warum in der Handlung Pumuckl über den Verlust seines alten Meister Eders wütend anstatt traurig wird. Andererseits ist diese Reaktion durchaus auch realistisch (für Menschen) und senkt die Stimmung in einem Kinderfilm nicht ganz so stark wie richtige Trauer. Daneben hat es mich trotzdem gewundert, dass der Tod von Franz Eder so stark thematisiert wurde.

++ Hans Clarin gibt einen wunderbar zwischen kauzig, entschieden und fürsorglich ausgeglichenen Eder als Gegenpart zum Pumuckl ab.
++ Die Szenen mit den Magiaros haben mir fast am besten gefallen. Die beiden sind einfach umwerfend schräge Vögel, klasse Charaktäre mit treffendem Zusammenspiel! Allein die Geschichte mit der Nase ...
0 Bei Henriette Straub schwankt die Einschätzung ein wenig zwischen naiver Nachbarin und patenter Mutter. Mal sehen, ob oder was aus dieser Rolle wird, sollte es in dieser Konstellation eine Fernsehserie mit Hans Clarin geben, was ich mir sehr gut vorstellen könnte.

- Nicht so gut hat uns die Animation gefallen. Pumuckl neigt leider seit dem Ende der ursprünglichen Fernsehserie dazu, immer Comic- und Babyhafter zu werden. Dieser Trend hat auch vor dem Zirkusabenteuer keine Wende gefunden. Die tatsächlichen Änderungen sind wohl marginal, aber sie tragen entscheidend zu Stil und Wirkung der Figur bei:
Die Augen wurden größer, die Nase kleiner und stupsiger, kein großer runder Knubbel mehr. Die sichtbaren Schneidezähne sind deutlich kleiner geworden. Auch wenn die Haare immer noch reichlich wuscheln sind sie doch ein Stück kürzer als früher. Der Bauch ist verglichen mit dem Rest nur noch halb so dick und nicht nur dadurch wirken Arme und Beine nicht mehr so filigran. War die Hose früher unten flappsig weit hat sie seit diesem Film jetzt einen Karottenschnitt. Auch die Reduktion der Finger- und Zehenzahl auf comic-taugliche vier statt den ursprünglichen fünf, seit dem "blauen Klabauter", nimmt dem Anblick etwas von seiner Subtilität. Vielleicht ist das aber nur Gewohnheit. Für uns ist der Pumuckl aus der ursprünglichen Fernsehserie halt die vertraute und einzig wahre Figur.
Eine Weile hat es auch gedauert bis mir klar wurde, was mich am Anfang des Filmes an der Figur irritiert hat: Bei den Nachtszenen hat Pumuckls Umriss Lichter auf der Seite die Lampen o.Ä. zugewand ist. Ich glaube, das war früher auch nicht üblich. Es wirkt fast ein wenig nach Computeranimation, auch wenn ich weiß dass es keine ist.
Was die Bewegungen anbelangt, hat man das Gefühl, dass Pumuckl schwerer bzw. gesetzter (auch ein Kobold darf in die Jahre kommen) geworden ist. Er wirkt lang nicht mehr so biegbar und leichtfüßig wie in der alten Serie.

0 Vielleicht waren wir diesmal besonders kritisch beim Zusehen, aber an mehreren Stellen sind uns Unstimmigkeiten zwischen Pumuckls Bewegung und dem Rest aufgefallen. So folgt Eders Blick Pumuckl auf den Engel, bevor der Kobold überhaupt hinaufspringt. Die Mimik des Kobolds, seine Lippenbewegungen und Inhalt / Bedeutung seines Textes oder Tonfalls sind manchmal etwas konträr.

++ Was dagegen wirklich genial ist, sind die Trickeffekte um die Figur. Besonders beeindruckt hat mich die Szene in der Pumuckl durch die Pfützen tollt. Hier stimmen auch seine Bewegungen perfekt mit dem Wasserspritzen und den Wasserbewegungen überein. Sogar als er frierend zittert, vibriert die Wasseroberfläche. Sehr wirkungsvoll auch die (Teil-) Spiegelung der Figur auf dem Wasser wenn er an den Pfützen vorbeiläuft.
Die Produzentin Tita Korytowsky wurde für diesen Film Ende 2002, nach der Uraufführung beim Münchner Filmfest, mit dem Kinder-Medien-Preis ausgezeichnet.
(Quelle: dpa, 21.11.2002 bei web.de)
Werbebild ?
Szenenbild ?
Für Presse und Werbung zum Film gab/gibt es auf der Webseite der Vertriebsfirma Movienetfilm unter anderem die hier gezeigten Szenenbilder zum download. Wie vielleicht dem ein oder anderen beim aufmerksamen Betrachten der Bilder oben aufgefallen sein könnte, haben sie verschiedene Farbqualität. Bei Movienet gab es nacheinander zwei verschiedene "Gruppen" dieser Bilder. Zuerst die rechts oben gezeigte etwas dunklere Variante mit weniger Kontrast und leuchtendem Pumuckl, später dann (die ersten wurden komplett ersetzt) die darunter zu sehende hellere Variante mit einem vom Farbabgleich her besser angepassten Pumuckl - dieser auch neu gezeichnet und jetzt mit Lichtern auf den Konturen und schwarzer Umrandung der Farbflächen (Außenkonturen und Backen). Ich gehe davon aus, dass die vorab erstellten "Werbefotos" durch Standbilder aus dem entgültigen Film ersetzt wurden...

Copyright- und Urheberrechtshinweis: mehr Details im vorImpressum
Dies ist eine private Pumuckl-Fan-Homepage. Pumuckl von Ellis Kaut, Lizenz bei Buchagentur GmbH & Co. KG vertreten durch MerchandisingMedia. Originalentwurf Pumucklfigur von Barbara von Johnson, Darstellungen von Bela Ternovszky, Brian Bagnall, Barbara von Johnson. Pumuckl ist ein Hörspiel des BR, eine Fernsehserie des BR und INFAFILM. Buchrechte bei Lentz Verlag, München, vertreten durch Kosmos Verlag, Stuttgart. Fizzibitz von Ellis Kaut ist ein Hörspiel des WDR.
rück Mail an die Autoren optimiert für Firefox unter OS/2 Warp www.pumucklhomepage.de - 03.07.2004 vor